Die Ehrenfeldstudios werden künstlerisch geleitet von Özlem Alkis, Tim Behren und Florian Patschovsky, (Overhead Project), Marion Dieterle (DOSSIER 3-D-Poetry), Caroline Simon und Silke Z (Silke Z./resistdance).

Özlem Alkis
Özlem Alkis, Foto: ©MEYER ORIGINALS

Özlem Alkis arbeitet als Choreografin und Performerin an transdisziplinären Formaten und präsentiert ihre Arbeiten in Form von Bühnenstücken, Video - Präsentationen und Installationen.
Sie wurde in Istanbul geboren und lebt heute in Köln. 2003 nahm sie am Studienprogramm „ex.e.r.ce“ des Centre Chorégraphique National de Montpellier teil und anschließend am choreografischen Forschungsprogramm „essais“ am Centre National de Danse Contemporaine-Angers. Sie ist Mitbegründerin und bis 2012 Co-Leiterin des Festivals Amber Art and Technology Festival in Istanbul.

An der Hochschule für Musik und Tanz Köln belegt sie ab 2012 den Masterstudiengang Tanzvermittlung im zeitgenössischen Kontext. 2015 ist sie Berlin-Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin.

Im selben Jahr wir sie mit dem Tanzstück “Dust Devil” für die Nachwuchsplattform SPRUNGBRETT im Rahmen des tanz nrw Festivals ausgewählt.

Beim tanz.tausch Festival im Dezember 2015 wird ihre Premiere “We began walking THERE We Have Been” gezeigt.

http://ozlemalkis.com

Overhead Project
Florian Patschovsky und Tim Behren, Foto: ©MEYER ORIGINALS

ist das Akrobaten- und Choreografenduo Tim Behren und Florian Patschovsky, das seit 2008 Stücke an der Grenze von Zeitgenössischem Zirkus, Tanz und Performance entwickelt. Wo Provokation auf Vertrauen, Zusammenhalt auf Abstoßung und Höhe auf Fallen trifft, zerlegen ihre Choreografien das, was zwischen zwei Körpern, was zwischen zwei Menschen liegt.

Ausgebildet wurden sie als Partnerakrobaten an der Brüsseler Ecole Supérieure des Arts du Cirque (ESAC). 2008 kamen sie zur Freiburger Kompanie HeadFeedHands und entwickelten in Anlehnung an den französischen Nouveau Cirque eine Bühnensprache als neuartige Bewegungskunst. Als eine von drei großen Tourproduktionen entstand [How To Be] Almost There (2011). Ihr daraus stammendes Duett gewann mehrere internationale Auszeichnungen, u. a. den 1. Jury- und Publikumspreis beim Choreografiewettbewerb No Ballet 2011 sowie beim SzoloDuo Festival Budapest 2012 und 2015 den Berner Tanzpreis.

 Als Overhead Project debütierte das Duo 2012 mit der Kurzchoreografie Eh La. The boy who cries wolf  in Kooperation mit der israelischen Choreografin Reut Shemesh wurde noch im Uraufführungsjahr für den Kölner Tanzpreis 2014 nominiert. Als Tänzer arbeiteten sie für einzelne Produktionen mit Kompanien wie Stephanie Thiersch/MOUVOIR und DOSSIER 3-D-Poetry/Marion Dieterle.

In Carnival of the body (Gewinner des Kölner Tanztheaterpreis 2015), das den Showsport Wrestling als martialische Körperinszenierung thematisierte, choreografierten sich die beiden erstmals in abendfüllender Länge selbst. In ihrem im Sommer 2015 erarbeiteten Stück Penumbra für die Heidelberger Schlossfestspiele choreografierten sie schließlich zum ersten Male für eine größere Tanzcompagnie, genauer: für zehn Tänzerinnen und Tänzer der Dance Company Nanine Linning – Theater Heidelberg. In der Saison 2015/16 folgt die choreografische Auftragsarbeit Francis Bacon für das vierzehnköpfige Tanzensemble des Konzert Theater Bern.

Im November 2015 wird Overhead Project der Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für ihr bisheriges herausragendes künstlerische Schaffen verliehen, ihre Produktion "Carnival of the body" erhält den Kölner Tanztheaterpreis.

Im Jahr 2016 werden neben der Gastchoreografie Francis Bacon noch die Circusproduktion "X [ɪks]"  sowie die Tanztheaterproduktion "Dog & Cat" Premiere feiern.

 

www.overhead-project.de

DOSSIER 3-D-Poetry/ Marion Dieterle
Marion Dieterle, Foto: ©MEYER ORIGINALS

Unter dem Label «DOSSIER 3-D-Poetry» produziert Marion Dieterle seit 2006 eigene choreografische Arbeiten, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema der Körperlichkeit in sozialen Räumen des Zeitgeschehens auseinandersetzen. Mit soziologischem Feinsinn, performativ und zugleich spielerisch verwebt sie Wahrnehmungsmuster von Körper und Raum mit gelebten und konstruierten Kategorien des Selbst und seiner Umgebung.

Sie spielt damit ‚zwei-dimensionale’ Ideen (Ideen die auf Papier niedergeschrieben werden, Zeichnungen und Skizzen) wieder mit in den Tanz-Raum einfließen zu lassen – in Form von Objekten, Projektionen oder Sound. Ihre Stücke entstehen in Kollaboration mit dem zeitgenössischen Komponist Ralf Freudenberger, mit dem Schichten und dem Nebeneinanderstellen der verschiedenen Elemente soll der tänzerische Ausdruck verschärft werden und sich im Raum ausbreiten.

In ihren choreografischen Werken geht es Marion Dieterle darum, den Tanz als Medium zu begreifen und eine Bewegungssprache zu finden, die auf ihre besondere Art Inhalte transportiert, die der Zuschauer versteht ohne sie in eine andere ‚Sprache’ übersetzen zu können. Sie führt den Zuschauer in eine seltsam vertraute und dennoch befremdliche Welt. Ihre Stücke sind immer in der Realität verankert und entwickeln dennoch eine Abstraktion der Wirklichkeit.

Ihr Stück „Fleisch und Puppen“ wurde für den Kölner Tanz- und Theaterpreis 2012 nominiert. Mit ihrem Stück „Moving Home“ machte sie beim MAD Festival Köln 2013, in Silke Z.‘s Reihe „Wie Leben geht!“, beim now & next Festival im tanzhaus nrw Düsseldorf und bei tanz nrw 2015 als vielversprechende Nachwuchs-Choreografin auf sich aufmerksam.

Das neue Stück „Mein Körper, meine Wahl…“ wurde nach Karlsruhe zum Frauenperspektivenfestival 2015 ÜBER ARBEIT – ÜBER LEBEN eingeladen.

„In einer Welt mit Grenzenlosem Appetit auf Bildern suche ich als Frau und als Tänzerinnen eine Verortung und bewege mich zwischen Aneignung, Ausstellen, Ausleihen, Neugestaltung und Gegenentwurf zu medial verbreiteten Mainstream-Frauenbildern. Dies ist ein Versuch sich verbreiteter Frauenbilder, die sich in unseren Köpfen und Körpern verankert haben, bewusst zu werden und durch das Ausloten und Spiel mit diesen Bildern, Motiven und Erfahrungen zu einem selbstbestimmten Körpereinsatz zu gelangen.“

http://dossier3-d-poetry.blogspot.de

Silke Z. resistdance
Caroline Simon und Silke Z., Foto: ©MEYER ORIGINALS

Die Kompanie – ein sich stets verändernder, transdisziplinärer Denk- und Handlungsraum – mit dem Fokus Tanz und Performance unter der künstlerischen Leitung von Silke Z. mit den Ensemblemitgliedern Caroline Simon und Antonio Cabrita– beobachtet Menschen, Gesellschaft(en) und deren Bewegungsabläufe und Verschiebungen. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Künstler, Tänzer, Denker, Producer, Akquise- und Bürokräfte ermöglicht es gesellschaftliche und individuelle Bewegungen heterogen, aus verschiedenen Perspektiven betrachtend, zu untersuchen. So entstehen mitunter transmediale, Performance- und Tanztheaterstücke, die mal hinterfragend, mal provozierend oder spiegelnd, Bewusstseins-, Spür- und Denkanstöße geben.

Silke Z./künstlerische Leitung
lebt mit ihrer Familie in Köln. Nach ihrem Dipl. Sportstudium (DSHS) mit den Schwerpunkten Tanz und Ski, studierte sie Tanz am European Dance Development Center (EDDC) in Arnheim, NL und dem Moving On Center – School for Participatory Arts and Research (MOC) in San Francisco, USA. Sie ist künstlerische Leiterin der Kompanie Silke Z./resistdance und Mitbegründerin des Studio 11, einer Produktions- und Arbeitsstätte für den freien Tanz in Köln. Mit ihrer Kompanie und ihren beiden Performern Antonio Cabrita (P) und Caroline Simon (B) entwickelt sie Tanz und Performance Kunst im In – und Ausland. Außerdem erarbeitet sie Cross- Over Konzepte mit anderen Künstlern aus unterschiedlichen Sparten u.a. mit dem Medienkünstler Micha Thies, dem Filmregisseur und Gründer des Institutes für Weltgestaltung Dominik Siebel und dem Dramaturgen, Filmemacher und Sounddesigner André Zimmermann.

Ihre Produktionen wurden mehrfach ausgezeichnet und nominiert u.a. 1999 und 2008 Kölner Tanzpreise, Förderpreise Freier Theater NRW Theaterzwang 2000 und 2004, 2008 Nominierung für den Deutschen Theaterpreis Der Faust, 2013 Nominierung für den Isadora Duncan Dance Award (Kalifornien).
Von 2004 bis 2008 hielt sie die künstlerische Projektleitung der Reihe Tanzkonkret in Köln inne. 2011 gründete sie gemeinsam mit sieben europäischen Partnern das Netzwerk studiotrade, das mittlerweile 15 Partner und extended Partner zählt. Das Netzwerk wird von Künstlern geleitet und bietet alternative Unterstützungen zu herkömmlichen Institutionen im Produktionsprozess für Künstler. Silke Z. ist aktuell die künstlerische Leiterin der Tanz - und Performancereihe WIE LEBEN GEHT!.
Im April 2014 hat Silke Z. ein Buch zur vorangegangenen Tanzperformance – Serie Unter Uns! mit dem Titel: „UNTER UNS! - Künstlerische Forschung – Biographie – Performance“ im transcript Verlag herausgegeben. Anfang des Jahres entwickelte sie gemeinsam mit dem Filmmacher und Soundcomposer André Zimmermann (Deeper Drama) die Tanz- Film – und Medienproduktion LAUF (in a course of a lifetime). Im Jahr 2015 gründete sie außerdem das Label Silke Z. in Gemeinschaft, bei dem die künstlerische Praxis und Forschung im Vordergrund steht. Aktuell setzt sie im Rahmen des Projekts STAND UP ihre künstlerische Forschung zu dem Thema „Die Unmittelbarkeit im Performativen – das Theater als potenzieller Verhandlungsort“ fort.

Caroline Simon
studierte Bühnentanz in Belgien am Performing Arts Research and Training Studios unter der Leitung von Anne Teresa De Keersmaeker. Sie beendete ihr Studium im Juni 2001 in den Niederlanden, an der Hochschule für Musik und Tanz (Rotterdam), als Tänzerin und Tanzpädagogin.Seit Mai 2001 lebt und arbeitet Caroline Simon in Köln. Dort produzierte sie bis 2009 eigene Stücke. Mit ihrem Solo “stück” wurde sie als “best female performer” während das Dublin Fringe Festival nominiert.
Seit April 2005 leitet sie das STUDIO 11, Produktionsstätte für regionale und überregionale Kompanien in Köln.
2006 erhielt sie das Choreographen Stipendium der Kunststiftung NRW für eine Weiterbildung am Moving On Center – School für Participatory Arts and Research in Oakland, Kalifornien.
Sie ist Gründungsmitglied des europäischen Netzwerkes studiotrade, ein europäisches Netzwerk von Choreografen, Produzenten und Tanz Organisationen, das einen Austausch von Studioräumen und Infrastrukturen für Recherchearbeiten und Kreation ermöglicht.
Seit 2009 ist Caroline Simon festes Ensemble Mitglied der Kompanie Silke Z./resistdance und sie gewann für ihre Performance in subtexten den Kölner Darsteller Preis 2014.

www.resistdance.de

Özlem Alkis

Florian Patschovsky

Tim Behren

Die nächsten Termine

21-10-2017 (Samstag)

ReVerbs

ReVerbs
Choreographie, Konzept: Özlem Alkis mit Vlaicu Golcea
Zwischen Analyse und Ritual oszillierend, vermeintlich konkrete (Bewegungs-)Formen abstrahierend und umgekehrt entsteht ein Sog, in dem Körper, Sounds, Rhythmen und Objekte sich gegenseitig entstehen lassen und immer wieder neue Konstellationen von Produktion sowie zeitlichen und räumlichen Codierungen von Bewegung generieren. 

Wann 'lesen, sehen' wir welche körperliche Aktivität als Tanz, als Geste, als Ritual, ect. und wann nicht?


22-10-2017 (Sonntag)

ReVerbs

ReVerbs
Choreographie, Konzept: Özlem Alkis mit Vlaicu Golcea
Zwischen Analyse und Ritual oszillierend, vermeintlich konkrete (Bewegungs-)Formen abstrahierend und umgekehrt entsteht ein Sog, in dem Körper, Sounds, Rhythmen und Objekte sich gegenseitig entstehen lassen und immer wieder neue Konstellationen von Produktion sowie zeitlichen und räumlichen Codierungen von Bewegung generieren. 

Wann 'lesen, sehen' wir welche körperliche Aktivität als Tanz, als Geste, als Ritual, ect. und wann nicht?


06-11-2017 (Montag)

Crazy Monday

CRAZY MONDAY
Offene Bühne für zeitgenössische, interdisziplinäre darstellende Künste
Erster Montag im Monat

Jeweils 20.30

Alle Termine:
http://crazymonday.ehrenfeldstudios.de